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Meilenstein für den Tierschutz in Serbien

Unser neues Kastrationsmobil für Bor

Mit dem Bürgermeister der Stadt Bor haben wir eine Vereinbarung für ein bisher in Serbien einmaliges Projekt zur Begrenzung der Streunerpopulation getroffen: Private Hundehalter müssen ihre Tiere ab sofort kastrieren, chippen und registrieren lassen. Um das Projekt zu realisieren, finanziert der ETN ein Tierschutzmobil – einen umgebauten Rettungswagen –, in dem die Tiere kastriert und medizinisch versorgt werden können.

Straßenhunde sind allgegenwärtig in Serbien, für ihren Schutz hat man vielerorts allerdings bisher noch nicht viel getan. In der ostserbischen Stadt Bor wird sich das bald ändern. Durch die kontinuierliche Überzeugungsarbeit der Tierschutzorganisation „Borske Sape“ hat die Stadt erkannt, dass die Population der Straßenhunde nur verringert werden kann, wenn auch Privathunde kastriert werden. Denn in Serbien laufen viele Privathunde frei herum, vermehren sich und sorgen so für eine konstante Vergrößerung der Straßenhundepopulation.
Die Streuner der Stadt wurden bereits von „Borske Sape“ und einem Tierarzt der Stadt zum großen Teil kastriert, aber durch den immer neuen Zufluss an Privathunden konnte man die Vermehrung der Straßentiere bisher trotzdem nicht in den Griff bekommen.

Die Stadt Bor wird deshalb eine Kastrationspflicht für Privathunde erlassen, zusätzlich werden die Tiere registriert und gechipt. Besitzer, die dieser Pflicht nicht folgen, müssen mit hohen Strafen rechnen.

Der ETN wird eine mobile Tierarztpraxis in Bor einsetzen, welche die Stadtteile direkt anfährt und für chirurgische Eingriffe an Hunden und Katzen ausgerüstet ist. So soll es den Bürgern von Bor erleichtert werden ihre Tiere kastrieren zu lassen, gleichzeitig kann die Anzahl der gehaltenen Hunde direkt erfasst und Aufklärungsarbeit geleistet werden. Die Kastration der Haushunde und Streuner ist kostenlos. Der ETN hat bereits ein geeignetes Mobil erworben – ein deutscher Rettungswagen, der nun ausgebaut und an die Anforderungen vor Ort angepasst wird. Dies sowie der Betrieb des Wagens in Serbien werden vollständig vom ETN finanziert.

Europäischer Tier- und Naturschutz e. V.
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