Einsatz 

 für Tiere 

 in Katastrophen­­gebieten 

Tierheim Lugansk - Einsam an der russischen Grenze

Das Tierheim „Give a paw“ in Lugansk liegt in der Nähe der russischen Grenze und damit mitten im Kriegsgebiet. Schon vor Beginn des Krieges waren die Region und das Tierheim sehr arm, nur durch eine Kastrationsaktion des ETN und mehrere Spenden konnten die Tiere im Heim kastriert und medizinisch versorgt werden. Momentan leben im Tierheim 110 Hunde. Vor dem Krieg waren es noch rund 200 Hunde, aber viele Tiere haben die Angriffe nicht überlebt, sind an Verletzungen, Krankheiten oder einfach durch Stress und Hunger gestorben.

Nur wenige Tierärzte arbeiten noch in Lugansk und die Medikamentenpreise sind utopisch hoch – kein Tierschützer kann sich eine gute Versorgung seiner Tiere leisten. Die Situation im Tierheim bleibt schwierig, viele Zwinger sind zerstört worden, so dass fast alle Hunde im Tierheim frei herum laufen. Sie laufen nicht weg, denn einen anderen Platz für sie gibt es in der Stadt nicht. Geld, um Baumaterial zu besorgen und das Tierheim wieder aufzubauen, haben die Tierschützer nicht. Doch selbst wenn man das Material spenden würde, könnte niemand etwas bauen, denn die Tierheimleiterin Irina ist fast alleine im Tierheim. Noch zwei oder drei Frauen kommen ab und zu, um zu helfen, aber sonst ist niemand da.

Irina versucht abgesehen von Notfällen keine neuen Hunde aufzunehmen, aber Notfälle gibt es viele im Kriegsgebiet und Welpen werden oft ins Tierheim gebracht. Viele Tierschützer haben Lugansk verlassen und Einheimische können nichts an das Tierheim spenden. Die Menschen kämpfen täglich ums Überleben ihrer Familien, niemand kann sich Wohltätigkeit leisten.

Gefüttert wird im Tierheim mit einem Brei aus Weizenkleie und Fleischabfällen. Weizen kauft Irina selbst und das Tierheim bekommt noch abgelaufene Wurstreste von einem Geschäft bzw. kleinen Hersteller. Geschmack und Geruch sind nicht sehr appetitlich, aber die Hunde haben keine Wahl. Seit 4 Jahren gibt es im Tierheim keinen Strom. Wasser kann nur dank eines Benzingenerators gepumpt werden, den der ETN vor einigen Jahren gespendet hat, doch Benzin ist schwer zu bekommen. Alles ist schwer zu bekommen. Aber Irina hat keine andere Wahl. Sie kann nicht wegfahren und die Hunde nicht alleine lassen.

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