Einsatz 

 für Tiere 

 in Katastrophen­­gebieten 

Tierheim Dimitrov - Ein Tierheim, viele Schicksalsschläge

Das Tierheim Dimitrov hat ca. 300 Hunde und Katzen. Nach Beginn des Krieges wurde das ehemalige Haus des Tierheims teilweise zerstört und im Dorf konnte man aufgrund der zunehmenden Kämpfe nicht mehr leben. Somit zog das Tierheim in das Nachbardorf um, wo zu diesem Zeitpunkt noch nicht gekämpft wurde, doch der Krieg weitete sich später auch auf dieses Dorf aus.

Ein älteres Ehepaar leitet das Tierheim gemeinsam mit ihrem Sohn. Einige Mitarbeiter sind zu Kriegsbeginn geflohen, nur eine Mitarbeiterin ist geblieben und hat einige Zeit geholfen. Doch diese Helferin nahm sich später direkt im Haus das Leben – ein großer Schock für die Tierschützer und ein tragischer Fall, der zeigt, in welch großem Maße der Krieg das Leben von Mensch und Tier zerstört hat. Es waren sehr schlimme Zeiten für das Tierheim, bestimmt durch Hunger, Angst und ohne das Nötigste zum Leben.

Um den Kämpfen zu entgehen und den Tieren wenigstens eine einigermaßen sichere Unterkunft zu bieten, besetzte die Familie schließlich in Dimitrov vier verlassene Häuser und quartierte die Hunde und Katzen dort ein. Die Tiere leben dort im Moment relativ friedlich - der Krieg hat alle vereint. Die Tiere zu verlassen kam für die Familie nie in Frage. Das Tierheim nimmt auch neue Tiere auf, größtenteils verletzt oder krank. Welpen werden außerdem oft auf der Straße gefunden oder abgegeben. Gefüttert wird mit einer Mischung aus Weizen, Brot und Fleischresten. Die Katzen bekommen einen Brei mit Fisch oder gehackten Innereien.

In diesem Jahr traf ein weiterer Schicksalsschlag die Familie: Eines der Häuser, das von den Tierschützern bewohnt wurde, brannte nieder. Alle Menschen und einige Hunde und Katzen konnten sich retten, doch für viele Tiere kam jede Hilfe zu spät.

Medikamente für die Tiere bekommt man in Dimitrov so gut wie gar nicht, normales Hunde- oder Katzenfutter auch nicht. Sachspenden können aber per Post in die nächstgelegene Stadt geschickt werden, wo die Tierschützer sie dann abholen.

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