Einsatz 

 für 

 Straßentiere 

Kastrationskampagne 2019

Im Jahr 2019 hat ASVA Sicilia mit finanzieller Förderung des ETN eine erste Kastrationsaktion auf Sizilien durchgeführt. Kastriert wurden Straßenkatzen aus bekannten Kolonien rund um die Gemeinde Bagheria. Nicht nur die Kastrationen der Tiere, auch die Zusammenarbeit unter den Zierschützern verlief sehr erfolgreich, so dass das Projekt im nächsten Jahr fortgesetzt wird. Nachfolgend ein Projektbericht von ASVA:

Für unser Kastrationsprojekt wurden Katzenkolonien ausgesucht, die schon länger von freiwilligen Helfern betreut werden. Die Koordination der Helfer durch ASVA machte auch einige Zusammenkünfte notwendig, die sogar dazu geführt haben, dass aus dem Helferteam eine regelrechte Mannschaft geworden ist! So kann ASVA nun auf ein Team aus 17 Personen zählen, ein jeder von ihnen Ansprechpartner für eine oder mehrere der bestehenden Katzenkolonien. Insgesamt wurden 19 Katzenkolonien in das Projekt eingeschlossen, 13 in Bagheria, 2 in Ficarazzi, 3 in Santa Flavia und 1 in Bolognetta.

Es wurden 89 Sterilisationen durchgeführt, wobei der Fokus besonders auf den weiblichen Tieren lag. Die Gemeinde Bolognetta wurde ebenfalls in das Projekt integriert, obwohl sie außerhalb des gewöhnlichen Einsatzgebiets von ASVA liegt. In diesem Fall hatte die Tierschützerin des Ortes gehört, wie von dem zu jenem Zeitpunkt fast abgeschlossenen Projekt gesprochen wurde und kam daraufhin auf ASVA zu, um zwei weibliche Katzen aus der Kolonie in Bolognetta zu sterilisieren. ASVA sagte natürlich gern zu, vor allem da die Tierschützerin bereits in der Vergangenheit den großen Teil der Katzen aus der Bolognetta-Kolonie mithilfe eigener Mittel sterilisieren ließ.

Wir von ASVA sind hocherfreut, dass dieses Projekt realisiert werden konnte, ein beispielloses Pilotprojekt. Denn zum ersten Mal konnte eine einschneidende und konkrete Aktion für die Streunerkatzen ins Leben gerufen werden, die auf Sizilien wenig beachtet werden. Ausgesetzte Hunde springen jedem gleich ins Auge, die meisten Katzen dagegen leben im Verborgenen. Außerdem sind die offiziellen Einrichtungen nicht in gleichem Maße vorbereitet oder zumindest aufmerksam auf diesen Teil der Streunerproblematik oder auf diejenigen Tierschützer, die sich diesem Problem widmen.
Im Gegenteil, es gibt nicht wenige Momente im Alltag eines Helfers, der Streunerkatzen versorgt, wo dieser nicht Opfer von verbalen Attacken ist oder seine Schützlinge von gewalttätigen Aktionen bedroht sind, wie ständig neue Vergiftungsaktionen belegen. Diese Aktionen werden zwar wohl bei den zuständigen Gesetzeshütern angezeigt, die aber allzu oft in diesen Gefilden keine Zeit für solche “Dummheiten” haben!
Dies ist also einer der Gründe, weshalb ein solches Projekt so unglaublich wichtig ist, es dient auch zu einem Fortschritt im Zusammenleben Mensch-Tier, also einer besseren Akzeptanz der Streunerkatzen.

Europäischer Tier- und Naturschutz e. V.
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Magazin RespekTIERE

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