Einsatz 

 für 

 Straßentiere 

Vierbeinige Patienten und ihre Geschichten

Immer wieder werden nicht nur Straßentiere zum Kastrieren ins Kastrationszentrum gebracht, sondern auch schwer verletzte Hunde ud Katzen. Dies stellt das Zentrum  nicht nur vor finanzelle Herausforderungen, sondern ist auch logistisch schwierig - denn das Kastrationszentrum ist nicht als dauerhafte Bleibe für Straßentiere gedacht. Auch Pflegestellen sind in Bulagrien schwer zu finden und wenn es sie gibt, sind sie dauerhaft überbesetzt.
So gibt es immer wieder Tiere, die dringend ein Zuhause suchen. Einzelne Tiere und ihre Geschichten stellt das Kastrationszentrum hier bei uns vor:

Die kleine Katze Kapina

Kapina kam zu uns zur Kastration, gebracht von einem netten alten Mann, der sie sehr liebte. Zusätzlich zur Kastration bat er uns, ihre Hinterbeine zu untersuchen, weil sie seit mehreren Tagen humpelte. Wir beschlossen, eine Röntgenaufnahme zu machen, damit wir uns der Ursache der Lahmheit sicher sein konnten. Unsere schlimmsten Befürchtungen wurden bestätigt. Sie humpelte nicht nur, ihre beiden Hinterbeine waren schwer gebrochen. Wir haben sie Kapina genannt (Brombeere). Die Kastration wurde verschoben, weil wir uns erst einmal auf das dringendste Problem konzentrieren mussten. Wir haben einen Orthopäden konsultiert, alle notwendigen Tests durchgeführt und nachdem festgestellt wurde, dass ihr Allgemeinzustand war gut, haben wir einen OP-Termin vereinbart. Die Operation erwies sich als viel komplizierter und langwieriger als erwartet. Nach der Operation sagte der Orthopäde, er habe solche Verletzungen selten gesehen. Seiner Meinung nach wurde Kapina diese Verletzung wahrschienlich durch einen Menschen zugefügt, jemand trat absichtlich auf ihre Füße. In beiden Hinterbeinen sind nun Implantate, die nach einer Weile entfernt werden müssen. Zum Glück lief alles gut.
Kapina ist bereits in einem Pflegeheim untergebracht, in dem es keinen Zugang nach draußen gibt und sie erholt sich gut. Kapina ist ein wahrer Schatz - eine Schnurr-Maschine! Sie liebt Menschen und den Kontakt mit ihnen, sie liebt es gestreichelt zu werden, aber wie jedes Baby liebt sie auch Spiele und Spaß. Sie schläft oft auf dem Kopf ihrer neuen Pflegemutter. :))) Sie versteht sich mit den anderen Katzen im Haus, zeigte aber kürzlich Vorlieben für eine bestimmte Katze. Auch mit Hunden versteht sie sich gut. Kapina ist ungefähr 5 Monate alt, wiegt bereits etwas mehr als 1 kg und ist geimpft. Die Kastration und Entfernung beider Platten steht noch aus. Danach ist sie für eine neue Familie bereit!

Kleiner Tiger Vivi

Vivi wurde vor der Klinik in einer Papiertüte ausgesetzt. Wir dachten, es wäre Müll, vom Wind heran geweht. Und ... da war sie, ein drei Monate altes Mädchen, verängstigt und mit Schmerzen. Wir brachten sie zum Röntgen, da sie sich nicht bewegte und ihre Oberschenkelknochen auf beiden Seiten gebrochen waren. Sie musste so schnell wie möglich operiert werden, da die Möglichkeit bestand, dass sich ihre Muskeln zusammenzogen und das Laufen dauerhaft unmöglich wurde. Die OP war ein Erfolg, am nächsten Tag konnte Vivi schon wieder laufen. Aber sie war so verängstigt und hatte so viele Schmerzen, dass sie jeden biss, der versuchte, sie zu berühren. Dank der Pflegefamilie gelang es ihr, sich wieder zu entspannen und den Menschen zu vertrauen. Jetzt ist sie eine kuschelige Katze, verspielt und süß. Sie sitzt gerne an den Füßen ihrer Menschen und lässt sich streicheln oder steht einfach ruhig neben ihnen und beobachtet sie. Manchmal wird sie ziemlich dramatisch, wenn sie hungrig ist. Sie liebt definitiv Futter und schafft es, jede linke Krume zu finden und zu essen! Auf der Pflegestelle lebt sie mit einer anderen erwachsenen Katze zusammen und sie verstehen sich gut. Vivi ahmt sie oft nach. Bald nach dem Herausnehmen der Implantate ist sie zur Adoption bereit. Da sie jung ist, denken wir, dass sie sich an jede Art von Familie anpassen wird.

 

 

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