Einsatz 

 für 

 Exotische Tiere 

Positive Effekte der Beschäftigung auf konfiszierte Plumploris

In sozialen Netzwerken verbreiten sie sich wie ein Lauffeuer: Videos von süßen exotischen Plumploris – die Beiträge werden tausendfach gelikt, kommentiert und geteilt. Die Folge: Immer mehr Menschen möchten auch ein so exotisches Tier als Haustier halten. Was vielen dabei nicht bewusst ist - dahinter steht unsagbares Leid für das einzelne Tier, Wilderei und illegaler Handel und sogar die Ausrottung ganzer Plumplori-Arten.

Das von uns geförderte Forschungsprojekt trägt dazu bei, die kranken und oft traumatisierten Plumploris in Auffangstationen bestmöglich zu halten sowie sie auf ein – soweit noch möglich – Leben in freier Wildbahn vorzubereiten.

Wie schlimm traumatisiert die konfiszierten Tiere sind, zeigt ein eindrucksvolles Video eines Plumploris aus der Auffangstation in der unser Forschungsprojekt stattfindet.

In dem von uns finanzierten Forschungsprojekten wird erforscht, auf welche Weise man am besten ein möglichst naturnahes Verhalten der Tiere anregen kann. 

Dazu werden insgesamt drei verschiedene Arten der Futtergabe getestet:

  • ein frei hängender und durchlöcherter Bambusstock, in den Gummi arabicum (eine Leckerei für die Tiere) gefüllt wird;
  • ein komplett an dem Käfig befestigter Bambusstock, ebenfalls durchlöchert und mit Gummi arabicum gefüllt; 
  • eine Holzkiste, die mit Insekten gefüllt ist, welche von Blättern bedeckt werden. So kann herausgefunden werden, welche Art der Futtergabe und Schlafmöglichkeit von den Tieren am besten angenommen wird und abnormes Verhalten reduziert.

Diese Ergebnisse können von Auffangstationen einfach umgesetzt werden, um konfiszierte Loris (und weitere Tierarten mit ähnlichem Nahrungsspektrum) möglichst gut zu halten und auf eine Auswilderung vorzubereiten.

Wie gut die Beschäftigungsmaßnahmen von den konfiszierten Tieren angenommen werden seht ihr hier:

Die ersten schönen Ergebnisse sollten aber nicht über die traurige Wahrheit hinwegtäuschen.

Befeuert durch virale Videos in den sozialen Medien, die Plumploris als Haustiere zeigen, ist der illegale Handel mit den Tieren zwischen 2008 und 2013 in Thailand um rund 58% angestiegen. Loris, die konfisziert werden, werden in Auffangstationen untergebracht – doch diese sind durch ihre mangelnden Ressourcen nicht auf die Mengen an Tieren eingerichtet und können dem Platzbedarf und den natürlichen Bedürfnissen der Loris oft nicht nachkommen.

Viele Tiere sind zudem so traumatisiert oder durch körperliche Eingriffe wie das Entfernen der Zähne so stark körperlich eingeschränkt dass die Option einer Wiederauswilderung nicht in Frage kommt. Sie müssen ihr restliches Leben in der Auffangsstation bleiben.

Darum unser Appell an Sie: Zeigen Sie Einsatz für die Plumploris, indem Sie Videos von Plumploris (und anderen exotischen Tieren) in Privathaltung nicht mit „Gefällt mir“ markieren, teilen oder positiv kommentieren! Stattdessen können Sie auf die Situation aufmerksam machen und unsere Botschaft teilen.

Sollten Sie im Urlaub exotischen Tieren, die als Touristenattraktion gehalten werden, begegnen, nehmen Sie das Angebot auf gar keinen Fall wahr. Machen Sie Mittouristen auf die Problematik aufmerksam. Echte Tierfreunde unterstützen keine Tierquälerei!

Um unsere Hilfe für die Plumploris weiter auszubauen sind wir auf Ihre Spende angewiesen – wenn auch Sie den traumatisierten Tieren helfen möchten, spenden Sie bitte unter dem Verwendungszweck „Plumplori“.

 

Europäischer Tier- und Naturschutz e. V.
Todtenmann 8 · 53804 Much
Tel +49 (0)2245 6190-0
Fax +49 (0)2245 6190-11
info@etn-ev.de

Spenden Sie auf unser Bankkonto
bei der Kreissparkasse Köln
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Magazin RespekTIERE

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