Einsatz 

 für 

 Straßentiere 

Kastrationsaktion mit Sunnydays for animals, Türkei 2021

Den Verein „Sunnydays for animals“ kannten wir bereits von einer Kastrationsaktion in Kusadasi in der Türkei in 2017. Dabei hatten wir den Verein unterstützt. Leider war während dieser Zeit ein bösartiger Katzenschnupfen mit Calici- und Herpesviren in dem Gebiet verbreitet, sodass sich die Tierschützer überwiegend auf die medizinische Versorgung der Katzen kümmern mussten, und somit die Kastrationen an zweite Stelle rückten.

Damals nahmen die Tierschützer zum ersten Mal Kontakt mit uns auf. So war es ihnen möglich, im Oktober 2017 insgesamt 958 Tiere, der größte Teil davon Katzen und Kater, zu kastrieren. Nachdem dadurch der Katzenschnupfen Ende des Jahres 2017 eingedämmt werden konnte, konnte sich der Verein endlich wieder vollständig auf die Kastrationen konzentrieren.

Den Verein Sunnydays for animals selbst gibt es aber schon länger. 2012 wurde er in Kusadasi in der Türkei und den angrenzenden Orten zu einer festen Institution. In der Hauptstelle des Vereins wird das ganze Jahr lang kastriert und im Oktober gibt es eine 4-wöchige große Kastrationsaktion. Um das so schnell und effizient zu ermöglichen, arbeiten die Tierschützer mit den Anwohnern zusammen. Diese fangen die Tiere selbst ein und bringen sie in die Klinik. Dort werden die Tiere dann kastriert, versorgt und schließlich wieder von den Anwohnern abgeholt, die sie anschließend wiederauswildern. Weil der Verein die Anwohner dadurch gut sensibilisieren und aufklären konnte, bringen diese immer häufiger verletzte oder erkrankte Tiere zum Tierarzt.

Dr. Nevzat Yildizli bietet sich und seine Tierarztpraxis dafür als Ansprechpartner an und führt seit 2012 außerdem günstig Kastrationen für den Verein durch. Die Zusammenarbeit mit dieser Praxis erleichtert Sunnydays for animals die Arbeit sehr. Insgesamt konnte der Verein bisher in Kusadasi über 9000 Hunde und Katzen kastrieren.

Außerdem gibt es viele Futterstellen für Straßentiere, die der Verein überwacht. Viele davon befinden sich in der Nähe von Privatleuten, die sich mit den Tierschützern des Vereins in Verbindung setzen und Bescheid geben, wenn etwas passiert.

Bis März 2020 funktionierte dieses Netzwerk-System sehr gut. Doch die Corona-Pandemie wurde zu einem großen Problem. Die strengen Lockdowns in der Türkei und das Budget des Vereins machten es den Tierschützern unmöglich, Kastrationen durchzuführen, nur die Futterstellen blieben erhalten, sodass zumindest der Hunger der Tiere gestillt werden konnte. Doch durch die leeren Straßen ohne viele Menschen oder Autos vermehrten sich die Straßenkatzen noch schneller als sonst.

Seitdem hat sich die Situation stark verschlechtert. Die im ersten Lockdown geborenen Kätzchen sind mittlerweile alle selbst fähig, sich zu vermehren. Die Situation geriet völlig außer Kontrolle, die Kater stritten sich um rollige Katzen, Vergewaltigungen fanden statt und Krankheiten verbreiteten sich rasant. Außerdem wurden natürlich auch etliche Jungtiere geboren. Die Futter- und Kastrationskosten für den Verein stiegen somit stark an, bis zu einem Punkt, der nicht mehr bezahlbar war. Selbst die Tierheime in der Umgebung, die mit Sunnydays for animals zusammenarbeiten haben nicht die Kapazitäten, noch mehr Tiere aufzunehmen und zu kastrieren.

Die einzige Lösung für das Streunerproblem war und ist immer noch das Kastrieren der Tiere. Und je länger gewartet wird, desto mehr Kätzchen werden geboren, was eine weitere zu kastrierende Generation von Straßenkatzen bedeutet.

Allein konnte der Verein dieses Problem nicht bewältigen, weshalb sich die Mitglieder ein weiteres Mal an und wandten. Selbstverständlich erkannten wir das Problem an und erklärten uns dazu bereit, sie finanziell bei einer Kastrationsaktion zu unterstützen. Denn wenn ein solches Projekt unterbrochen wird, kann der jahrelange Fortschritt, den ein Verein vorweisen kann, innerhalb kürzester Zeit zunichtegemacht werden. Wir finanzierten insgesamt die Kastration von 300 Tieren und sorgten so dafür, dass der Verein das Kastrationsprojekt fortsetzen kann, bevor es zu spät ist.

Die Situation in Kusadasi ist aber nur ein Beispiel für zahlreiche andere Gebiete, in denen die Streunersituation völlig außer Kontrolle gerät oder geraten ist. Damit wir auch diesen helfen können, und so den Tieren nachhaltig ein besseres Leben bescheren können, brauchen wir Ihre Hilfe. Jede Spende ermöglicht es uns, weiter etwas für Streuner und kleinere Tierschutzvereine zu tun. Wenn Sie uns dabei unterstützen möchten, können Sie hier spenden.

 

 

Europäischer Tier- und Naturschutz e. V.
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