Einsatz 

 für 

 Exotische Tiere 

Buschbabys – die heimlichen Stars der Madagaskar-Filme

 

Die süßen kleinen Buschbabys, auch Galagos genannt, eignen sich prima als Haustiere – wenn man dem Internet und diversen Nutzern glaubt, die ihre neuen Haustiere stolz und verzückt präsentieren. Ausgelöst wurde der Trend, diese possierlichen Tierchen als Haustier zu halten, wohl durch die Madagaskar-Filme. Vorher kaum bekannt, war die Halbaffenart plötzlich weltberühmt. Wer kann so süßen Tierchen denn schon wiederstehen? Und mit ihrer geringen Größe und Ungefährlichkeit eigenen sie sich doch auch prima dafür, als exotisches und cooles Haustier gehalten zu werden, oder?

Doch Buschbabys sind alles andere als geeignete Haustiere!

Süß, ja, das sind sie wirklich. Mit ihren, für Loriartige so typischen, großen Augen ziehen sie viele Leute in ihren Bann. Doch so große Augen haben sie nur, weil sie nachtaktiv sind. Schon mal keine guten Voraussetzungen für ein Haustier! Doch das ist nicht der einzige Grund warum sie nicht in menschliche Obhut gehören.

Galagos sind in Afrika beheimatet und leben auf und in Bäumen, ernähren sich von Insekten, Früchten und Baumsäften. Sie sind Gruppentiere, haben jedoch ein sehr variables und komplexes Sozialverhalten. Zudem sind sie nachtaktiv.

Schon hier dürfte klar sein, dass es unmöglich ist, den Bedürfnissen der Tiere gerecht zu werden.

Hinzukommt, dass Galagos noch nicht ausreichend erforscht sind – es ist nicht klar, wie die kleinen Exoten in freier Wildbahn leben und solange diese Umstände nicht ausreichend aufgeklärt sind, ist eine artgerechte Haltung unmöglich. Zu groß ist die Gefahr, den Tieren körperlichen oder seelischen Schaden zuzufügen.

Die verschiedenen Galago-Arten sind übrigens bereits heute stark bedroht – durch den (oft illegalen) Haustierhandel verstärkt jeder Galago-Besitzer diese Situation und trägt so unwillentlich zum Aussterben dieser faszinierenden Tiere bei. Denn durch die erhöhte Nachfrage an den Tieren nimmt der illegale Handel zu: Die Tiere werden aus ihrer natürlichen Umgebung und ihrem Sozialgefüge gerissen, anschließend auf einen anderen Kontinent verschifft um dort unter schlechten Bedingungen ein nicht artgerechtes und durch unsachgemäße Haltung zu kurzes und einsames Leben zu führen.

Zwar existieren bereits offizielle Mindestanforderungen für die Haltung von Galagos (was verdeutlicht, wie beliebt diese Tiere bereits sind), doch diese sind für eine artgerechte Haltung nicht ausreichend. Auch wenn man sie mit bestimmten Auflagen halten darf: wer den Tieren keinen Schaden zufügen will, schafft sich keine Buschbabys als Haustier an!

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Bild: Mark Sheridan-Johnson / shutterstock.de

 

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