Einsatz 

 für 

 bedrohte Arten  

Die Wildvogelhilfe Rheinland

Aus einer Privatinitiative im Jahr 2005, die sich aus vogelbegeisterten Menschen zusammensetzte entstand 2007 die Vogelnothilfe e.V.  Der Verein widmete sich den Aufgaben, in Not geratenen Wild- und Heimvögeln zu helfen.

Die auf ca. 3500 qm privatem Grundstück entstandene Auffangstation für Wildvögel wurde nach Auflösung des Vereins 2012 Teil des BUND Rhein-Sieg, der die Station maßgeblich förderte und weiterentwickelte.

Aus der Vogelnothilfe wurde nun die Wildvogelhilfe Rhein-Sieg.

Die erste Bundesfreiwillige unterstützte die Arbeit der Ehrenamtlichen und im Laufe der nächsten Jahre kamen nicht nur immer mehr Vogelpatienten aus dem weiten Umkreis, auch die Zahl der Bundesfreiwilligen wurde aufgestockt, um die zahlreichen Aufgaben rund um die Vögel zuverlässig  im Schichtdienst bewältigen zu können. Die Aufnahmezahl der in Not geratenen Vögel ist im Laufe der Jahre auf über 1000 Tiere pro Jahr gestiegen.

Aufgenommen werden alle Arten von wildlebenden Singvögeln, auch Rabenvögel, sowie Wasservögel, Spechte, Hühnervögel und Schreitvögel.

Diese finden in der Station einen sicheren Hort, wo sie in Ruhe genesen oder erwachsen werden können. Das Ziel ist die Auswilderung, das Nutzen einer zweiten Chance. Hier werden die Tiere mit allem, was sie benötigen sachgerecht und liebevoll versorgt.

Die Station selbst umfasst zur Zeit 14 Volieren und zwei eingezäunte Freilaufgehege, wird aber stetig ausgebaut. Eine große Wiese wird von Wasservögeln tagsüber als Aufenthalt genutzt. Ein extra eingerichtetes Vogelhaus gibt kranken und verletzten Vögeln, die nicht volierentauglich sind, einen ruhigen Platz in den verschiedenen Pflegeboxen und in kleinen Volieren. Dazu haben wir vier temperierte Kükenaufzuchtboxen, wo selbst nackte Nestlinge aufgezogen werden können. Wir sind also gerüstet für Vogelarten aller Art und Größe.

Die Auswilderung ist die erste Priorität! Sind die Vögel wieder gesund oder selbständig, werden sie zunächst in einer Freiflugvoliere untergebracht, wo sie ihre Fitness aufbauen oder etwas über das Leben in der Freiheit lernen. Hier können sie zudem mit Artgenossen ihr Verhalten trainieren. Anschließend werden sie ausgewildert, indem eine Klappe geöffnet wird oder der Vogel dorthin gebracht wird, wo er gefunden wurde.

In einigen Fällen ist eine Auswilderung nicht möglich. Dann wird geprüft, ob dem Vogel ein Leben in Menschenhand und artgerechter Haltung zuzumuten ist. Ist das möglich, wird das Tier den Behörden gemeldet und ggf. beringt. Anschließend wird es einem sachkundigen Vogelhalter überlassen oder verbleibt in der Station. Der Verein sucht immer wieder ein neues Zuhause für die unterschiedlichsten Vögel, die durch eine Behinderung oder aus anderen Gründen nicht (mehr) tauglich für die freie Wildbahn sind.

Mit uns, dem Europäischen Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) ist am 10.09.2020 ein weiterer Partner mit ins Boot gekommen. Der ETN wird künftig 1,5 hauptamtliche Stellen ermöglichen. Somit bekommt die Station einen hauptamtlichen Tierpfleger und Unterstützung für die Stationsleitung. Das fördert eine weitere Professionalisierung der Station. Ausgehend vom weiten Umkreis, aus dem die Vögel gebracht werden, heißt die Station von nun an Wildvogelhilfe Rheinland.

 

Europäischer Tier- und Naturschutz e. V.
Todtenmann 8 · 53804 Much
Tel +49 (0)2245 6190-0
Fax +49 (0)2245 6190-11
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