Einsatz 

 für 

 Straßentiere 

Aus dem Alltag des Tierarztmobils

Besondere Herausforderungen für unser Tierarztmobil in Bonn

Kein Tag ist gleich für die Mitarbeiterinnen des Tierarztmobils in Bonn. Jeden Tag kommen unterschiedlichste tierische Patienten mit verschiedenen Beschwerden zu ihnen. Seit Oktober 2020 sind Dr. Claudia Gomez und ihre Kollegin Elke Wolf mit dem Mobil im Einsatz und helfen Rentner*innen, ihre tierischen Mitbewohner medizinisch zu versorgen. Manchmal gibt es ganz besondere Fälle, die Ihnen noch lange in Erinnerung bleiben werden:

"So kam zum Beispiel eines Tages ein obdachloser Rentner mit seinem 11-jährigen Husky-Wolfspitz-Mix in unsere mobile Praxis. Der Hund litt an sehr ausgeprägtem Zahnstein und dadurch bedingten Zahnfleischentzündungen. Er war in einem schlechten Allgemeinzustand und konnte kaum noch fressen. Nach der Allgemeinuntersuchung bekam der Vierbeiner Antibiotika gegen die Entzündungen und einen Termin für die notwendige Zahnbehandlung unter Vollnarkose. Unsere Mitarbeiterinnen des ETN-Tierarztmobils vermuteten, dass auch einige Zähne bei dem Termin gezogen werden müssten. Doch dann die Überraschung: Als der Zahnstein entfernt wurde, befand sich darunter ein makelloses strahlendes Hundegebiss. Der Halter kam eine Woche später erneut zum Tierarztmobil, um sich noch einmal zu bedanken. Er war sehr glücklich, dass sein geliebter Vierbeiner nicht nur wieder gut fressen konnte, sondern auch viel fitter war und vergnügt herumtollte.

Bei einem anderen Hund, der als Patient zu uns kam, stellte unsere Tierärztin fest, dass seine Gehörgänge fast vollständig zugewachsen waren. Die Ursache für das Gewebewachstum war ein starker Befall von Ohrmilben. Durch das konstante Jucken und Kratzen des Tieres, hat das Gewebe mit Zellwachstum reagiert. Die Operation des kleinen Vierbeiners steht noch aus und wir sind sehr zuversichtlich, dass es ihm danach wieder gut gehen wird.

Bei einem weiteren Fall kam ein älterer Herr mit einem großen Hund zu unserem ETN-Tierarztmobil und bat um die Behandlung seines 12-jährigen Vierbeiners. Die Frage nach der Art der Behandlung erübrigte sich, denn der Hund hatte einen etwa faustgroßen Tumor an der Oberlippe. Ein erschreckender Anblick, denn so einen großen Tumor sehen selbst erfahrene Tiermedizinerinnen und Tiermediziner nicht allzu oft. Leider suchte der Halter in diesem Fall viel zu spät Hilfe und sein lieber Vierbeiner musste eingeschläfert werden. Der ältere Herr war unfassbar traurig über den Verlust seines Gefährten. Auf die Frage, warum er nicht früher medizinische Hilfe für seinen Hund aufgesucht habe, sagte er, dass ihm die finanziellen Mittel gefehlt haben."

Dieser Fall verdeutlicht erneut, warum dieses ETN-Projekt so wichtig ist. Denn zahlreichen Rentner*innen schenkt ihr tierischer Freund noch Lebensmut und Freude und bewahrt sie vor der Vereinsamung. Doch die Altersarmut macht es vielen nahezu unmöglich, die medizinische Versorgung ihrer Tiere dauerhaft zu gewährleisten.  

Wenn Sie uns bei dieser wichtigen Arbeit unterstützen möchten, können Sie hier für das Tierarztmobil spenden.

 

Europäischer Tier- und Naturschutz e. V.
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